buecher impressum warum kontakt

The last Dragonslayer – Jasper Fforde

Nach dem fantastischen „Shades of Grey“ waren meine Erwartungen vielleicht etwas zu hochgeschraubt, und auch wenn die Welt des letzten Drachentöters üblich farbenfroh und fantasievoll ist, war ich doch etwas enttäuscht. Die Charaktere waren ganz nett, aber blieben irgendwie seicht, und die Geschichte war zwar nicht unbedingt vorhersehbar (in Teilen schon…), aber doch sehr gradlinig. Vom Lesegefühl her ist „The last Dragonslayer“ eher ein Jugendbuch – ein bisschen einfacher, ein bisschen kürzer, und auch das Alter des Hauptcharakters (fast 16) deuten stark darauf hin, dass es auch so gedacht war.

Zur Story: Jennifer Strange leitet Kazam, eine Art Agentur für Zauberer. Da die Magie, auf die die Zauberer zurückgreifen, sein Jahrzehnten abnimmt, sind aus den großen, mächtigen Zauberern eher Dienstlanger geworden. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Eine Vision, die von allen empfänglichen Menschen gesehen werden kann, besagt, dass der letzte Drache innerhalb einer Woche getötet werden wird. Jennifer versucht herauszufinden wie, und findet dabei etwas ganz anderes heraus: Sie ist der letzte Drachentöter. Sie will aber gar keinen Drachen töten! Plötzlich eine Berühmtheit, muss sie aber erstmal mit ganz anderen Sachen kämpfen: den Leuten, die sie als Werbefigur wollen, dem König, der das Drachenland nach dem Tod des Drachen für sich will, den Leuten, die auch ein Stück von diesem Kuchen wollen, und mit sich selbst und ihrer neuen Rolle.

Gestört haben mich auch ein paar Kleinigkeiten: abenteuerliche Theorien wurden einfach so als Wahrheit geschluckt. Beispiel: Jennifer versucht herauszufinden, was es mit „Big Magic“ auf sich hat, und ihr wird erzählt, dass es sich mit der Magie verhält wie mit Ebbe und Flut – es gibt manchmal mehr, manchmal weniger, und ab und zu gibt es die Gefahr, dass sie sich ganz zurückzieht, aber durch ein kataklysmisches Ereignis kann die Magie wieder neu ins Rollen gebracht werden. Auf ihre Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass es gelingt, dieses Ereignis passieren zu lassen, erhält sie die Antwort: 20%. Da es noch Magie gibt, muss es aber bis dato immer geklappt haben, mit dem Ereignis – woher kommen also diese 20% Wahrscheinlichkeit? Vielleicht wirds ja im nächsten Buch noch erklärt, aber dass Jennifer, die eigentlich sehr neugierig und nicht dumm ist, da nicht nachfragt, hat mich irritiert.

Wie’s mir gefallen hat:

Auch was dazu sagen?

Dein Kommentar