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His dark Materials: Northern Lights – Philip Pullman

Für alle, denen der Titel nichts sagt: Im deutschen heißt der erste Band „Der goldene Kompass“. Die Verfilmung hatte ich mich irgendwann mal angeschaut, und war schwer enttäuscht worden: Die Geschichte wird ruckartig erzählt, und sieht zwar schön aus, aber überzeugt nicht so richtig. Ich wollte dann aber doch auch dem Buch mal eine Chance geben.

Philip Pullman sagt selbst, dass er aus jedem Buch, das er je gelesen hat, geklaut hat, und an einigen Stellen merkt man das. Manchmal wirkt die Geschichte zusammengestückelt mit vielen kleinen Ideen, die nicht zur Geltung kommen. Die Verknüpfung von Fantasy, Religion, unserer Welt wird am Schluss aber so befriedigend und erleuchtend aufgelöst, dass man vieles verzeiht.

In Lyra Belaquas Welt haben alle Menschen einen Daemon in Form eines Tieres, das sie ihr Leben lang begleitet. Als eine religiöse Sekte versucht Kinder von ihren Daemon zu trennen, und Lyra rausfindet, dass Mrs. Coulter, die sie in die Hauptstadt begleiten durfte, damit etwas zu tun hat, flieht Lyra Hals über Kopf und macht sich gemeinsam mit den Gyptern (eine Art Fahrendes Volk) auf, um ihren Freund, der entführt wurde zu retten. Auf ihrer Odysee um die halbe Welt erfährt sie, wer ihre Eltern sind, trifft sprechende Eisbären, Hexen, rettet ihren Freund um ihn wieder zu verlieren, und kommt immer mehr dem großen Geheimnis auf die Spur, was es mit dem mysteriösen „Dust“ auf sich hat.

Bekannte Fantasyelemente werden so intelligent neu verknüpft, dass es eine Freude ist, und auch wenn Lyra mir nicht so richtig ans Herz gewachsen ist, wird sie doch sehr dreidimensional dargestellt, und auch die Bösen sind nicht durch und durch böse.

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