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Pathfinder – Orson Scott Card

In Erwartung eines Fantasyromans bin ich erst mal ziemlich über das erste Kapitel gestolpert. Da gehts um Raumschiffe, und den geplanten Exodus der Menschheit auf einen neuen, erdähnlichen Planeten und High-end-Technik. Im nächsten Kapitel allerdings findet man sich im Mittelalter wieder, wo Rigg mit seinem Vater im Nirgendwo lebt; in einer Welt die durch undurchdringliche Barrieren aus Angst begrenzt ist (da musste ich gleich an Michael Ende’s „Der satanarcheolügenialkohöllische Wunschpunsch denken…).

Nach dem etwas mysteriösen Tod seines Vaters macht Rigg sich auf, um in einem Bergdorf die gemeinsam erjagten Felle zu verkaufen, doch auf seinem gefährlichen Weg über einen reißenden Strom nahe des Dorfes versucht er einen kleinen Jungen zu retten – wobei ihm seine merkwürdige Fähigkeit in die Vergangenheit zu blicken einen Streich spielt, und ihm dadurch ein folgenschwerer Fehler passiert. Der Junge stirbt und Rigg muss aus dem Dorf verschwinden, mit ihm der Bruder des Jungen, der eigentlich auf diesen hätte aufpassen müssen, und vom Vater für dessen Tod mitverantwortlich gemacht wird.

Die letzten Worte seines Vaters im Ohr, seine ihm bis dahin unbekannte Schwester zu finden, macht sich Rigg mit seinem Freund im Schlepptau auf in die Hauptstadt.

Immer wieder am Anfang eines Kapitels findet man sich allerdings im Sci-Fi-Setting wieder. Erst nach und nach ergibt sich ein erstaunlicher Zusammenhang. Sehr spannende Verknüpfung von Sci-Fi und Fantasy, und eine geschickt erzählte Geschichte machen das Buch lesenswert. Im Anhang beschreibt der Autor, dass er das Buch häppchenweise geschrieben hat, und das merkt man leider an ein paar Stellen. So wird am Anfang erzählt, dass Rigg gerne in Abkürzungen für bestimmte Wörter denkt – dieser Gedanke wird aber nie wieder aufgegriffen. Ein bisschen mehr Lektorat und noch ein paar Tage Arbeit hätten der Geschichte also gut getan, aber es macht auch so Spass.

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