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Shadowmagic – John Lenahan

Shadowmagic hat mich sehr an Alcatraz vs. the evil librarians erinnert: Junge wächst in „normaler“ Welt auf, wird dann auf einmal in „The Land“, also eine Welt mit anderen Gesetzen hineingezogen, erlebt da ein Abenteuer, findet raus, dass sein Vater irgendjemand Wichtiges war/ist, und so weiter. Beide Autoren versuchen ihre Bücher möglichst jugendlich und witzig klingen zu lassen, was weder in Alcatraz noch in Shadowmagic besonders gelungen ist.

Erstaunlicherweise wird Shadowmagic auf dem Klappentext mit Herr der Ringe verglichen – ein Vergleich, der außer für Leute, die vorher noch nie Fantasy gelesen haben, komplett abwegig ist. Der Ich-Erzähler wird nicht müde zu betonen wie toll alles in „The Land“ ist, alles schmeckt besser, riecht besser und so weiter. Das wird schnell voraussehbar. In Tad Williams „The War of the Flowers“ ist die Ausgangssituation auch ähnlich (nur ist der Protagonist Gott sei Dank erwachsener): Held kommt ins Feenreich und alles ist bunter und kräftiger als bei uns. Nur schafft Tad Williams es, das alles auch fremdartig erscheinen zu lassen, wogegen in Shadowmagic einfach alles nur toller ist. Da fragt man sich, warum der jugendliche (Held) am Schluss wieder in „The Real World“ (wahnsinnig einfallsreiche Namen) zurück will.

Die Story war auch überflüssig, mit Charakterwandlungen, die einfach zu schnell passierten um glaubwürdig zu wirken…

Für Jugendliche vielleicht noch interessant, für mich nur ein billiger Abklatsch schon dagewesener Ideen.

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