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Stormfront – Jim Butcher

Ich weiß genau, warum ich keine Krimis mag. Ich hab lang drüber nachgedacht, und 3 Gründe:

1) Es gibt nur 3 Storylines: a) Ein Verbrechen geschieht, und ein Detektiv/ein Polizist/eine Privatperson klärt es auf. b) etwas ist passiert und ein Detektiv / ein Polizist / eine Privatperson muss verhindern, dass etwas schlimmeres (ein Verbrechen) geschieht. c) Man erfährt von vornherein bzw im Verlauf der Geschichte wer warum was getan hat und fragt sich wie (bzw. ob) es wohl aufgeklärt wird.

2) Krimis beleuchten menschliche Abgründe. So was mag ich nicht lesen und ich mag nicht drüber nachdenken. Gibt es in der echten Welt schon genug.

3) Es gibt nahezu keine Charakterentwicklung. Wie auch? Der Gute ist damit beschäftigt, den Fall aufzuklären. Der Böse ist böse. Oder wird böse. Ist zwar eine Charakterentwicklung, aber in die falsche Richtung.

Stormfront ist ein Krimi. Er folgt Storyline b). Es gab einen Mord, und es werden weitere geschehen, wenn nicht Harry Dresden herausfindet wer und warum das getan hat. Stormfront beleuchtet menschliche Abgründe. Na gut, nicht ganz menschlich, aber weitestgehend.

Aber es gibt ein paar Unterschiede: Es gibt Magie, Zaubersprüche und Geister und sogar eine Vampirin mit einem vernünftigen „Konzept“ (nix mit Glitzern und so), und Harry Dresden macht zumindest ansatzweise eine Charakterentwicklung durch. Immerhin war er mir einigermaßen sympatisch, und ich mag Bücher, die die Geschichte aus der ersten Person erzählen. Insgesamt wars aber leider ein Krimi. Wer das mag, der wird an Stormfront seine Freunde haben: Vernünftige Charaktäre, spannende Action und ein funktionierendes Magiekonzept in einem flüssigen Schreibstil. Meins ist es leider nicht ganz.

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